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Tel. 01739889810
kienstubbenverein@freenet.de

Kienstubbenverein aus Groß Lindow

Unser Slogan: Gut Brand

 

Gerald Muhlack unterstützte uns wie immer mit seinem Gefährt,
ohne seine Hilfe würden wir ziemlich alt aus sehen.

 

Einen Tag später versammelten wir uns auf dem Parkplatz in Kupferhammer
und begannen mit dem Abladen und Aufstapeln bzw. Aufbauen des ersten Meilers.


Die Forst Brandenburg Betriebsteil Müllrose, als Veranstalter,
hatte wesentlichen Anteil daran, dass wir die Köhlerei überhaupt wieder
im Wald durchführen durften. Sie stellte uns Bau- und Wasserwagen zur
Verfügung, brachte Heu und Erde zum Abdecken des Meilers heran und
kümmerte sich um die behördlichen Gänge.

Natürlich mussten wieder viele Hände mit anpacken und nur gut,
dass wir im Verein Rentner haben, die diese Arbeiten zur normalen
Tageszeit verrichten können.

Unser Köhlermeister Ralf motivierte uns gut, indem er eine Rutsche Bier
organisierte, von der Gaststättenleiterin in Kupferhammer höchst persönlich serviert.

 


Ein starkes Team. Weiter so Ralf !!!

Nachdem gegen Abend der erste Meiler stand,
kam Kienbube Ottokar und versorgte uns mit Bockwurst und Schmalzstullen.

 

Ein Gruppenfoto wurde geschossen
und Pausen mussten natürlich auch gemacht werden.

 

Die Hille Bille wurde aufgestellt und Holz geschnitten.

Burkhard stellte seine neu gebauten Harken vor

und der Schichtplan, von Ralf erstellt, stand.

Die Köhlerhütte, genannt ,,Köthe‘‘ wurde errichtet und die Bänke und Tische aufgestellt.

Schnell stand das Dreibeingestell für die Zubereitung der Köhlersuppe.

Endlich konnte der erste Meiler gezündet werden.

Nun musste der Meiler rund um die Uhr bis zum Fest bewacht werden.

 


Am 24. April war es soweit. Einer unserer Vereinshöhepunkte des laufenden Jahres
konnte beginnen. Gekommen waren zahlreiche Händler und Freunde der Natur
und insbesondere des Holzes.

 

Alle die etwas mit diesem wichtigen Rohstoff zu tun haben,
stellten ihre Produkte bei dem über die Landesgrenzen hinaus
bekannten und beliebten ,,Tag des Baumes‘‘ aus und boten sie zum Kauf an.

 


Ziel dieser beispiellosen Veranstaltung ist es, den Menschen
die Natur und besonders den Wald näher zu bringen.

An diesem Tag sind wir Kienbuben mit unseren Kienweibern
mittlerweile eine feste Größe im Tagesprogramm des Veranstalters.

 


Mitgebracht haben wir aus Groß Lindow wie erwähnt die Kienweiber,
den Moderator des Tages Manni Machnow und den Gastwirt Pelle.

 


M. Machnow trug mit der Moderation der Veranstaltung zur guten Unterhaltung
der Besucher bei und Pelle kümmerte sich um die Bewirtung derer
sowie um die durstigen Kienbuben.

Zur Eröffnung begrüßte Herr Schubert, Leiter des Landesbetriebes Forst Brandenburg,
Betriebsteil Müllrose, die zwei bis dreitausend Besucher. Von ihm erfuhren wir auch,
dass der Baum des Jahres 2010 die Vogelkirsche ist.

Nun war es für uns soweit, unser Auftritt war dran.

 


Der Festbaum mit dem Kienstubben wurde zum Festplatz getragen.
Dabei erklang, wie es Tradition ist, unser Vereinslied.
Der Stubben wurde noch einmal auf festen Sitz überprüft,
bevor der Baum aufgerichtet wurde.

Wie bei solchen Anlässen üblich, kam von Pelle eine Rutsche Bier,

und alle versammelten sich zum Gruppenfoto.

 

Der ,,Tag des Baumes‘‘ war eröffnet und unser Stubben konnte im Winde wehen.

Viele Gäste lauschten den Erklärungen unseres Köhlermeisters Ralf interessiert zu.


Er hatte viel zu erzählen, wie z.B. der Meiler aufgebaut und die Ernte der
Holzkohle durchgeführt wird.
Davon konnten sich die Besucher auch gleich live überzeugen.

Natürlich durfte unsere Vereinsfahne nicht fehlen,
schließlich wollten diejenigen, die uns noch nicht kannten,
ja wissen, woher diese fleißigen Köhler kommen.

 


Dann begann die Ernte des Meilers, und die Köhler hatten jede Menge Fragen
der Besucher zum Thema Holzkohle zu beantworten.

Die Kienweiber verteilten ihren berühmtberüchtigten Kienschnaps,

während einige Kienbuben sich daran machten, einen Schaumeiler aufzustellen.


Unser Verantwortlicher für Verpflegung, Ottokar, hatte wieder ganze Vorarbeit geleistet.
Er servierte belegte Brötchen, Schmalzstullen und Gurken.

Auch die Kienweiber hatten Brötchen, Kaffee und Kuchen aufgetafelt.

Unser Maskottchen, in mühevoller Kleinarbeit angefertigt von Klaus Zeuschner,
war wie bei jedem Fest mit dabei. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns ganz
herzlich bei Herrn Zeuschner dafür bedanken.

 

Holzkohle geerntet wurde auch noch, dies war wieder ein voller Erfolg.
Bis in den Nachmittag hinein hatten wir alle Hände voll zu tun.


An dieser Stelle auch ein Dankeschön an Gerald Muhlack,
der wie immer mit seinem Traktor und Anhänger, alle unsere Utensilien,
die wir bei der Köhlerei benötigen, von Groß Lindow nach Kupferhammer
und wieder zurück, gefahren hat.


Der ,,Tag des Baumes‘‘ war für uns Kienbuben und Kienweiber ein voller Erfolg,
konnten wir uns doch wieder einmal sehr gut präsentieren und den Menschen die Köhlerei,
so wie sie vor vielen Jahren in unserer Region durchgeführt wurde, näherbringen.

 


Dieser Höhepunkt hat im Veranstaltungskalender unseres Vereins einen festen Platz
und wir sind uns ziemlich sicher, dass wir auch im nächsten Jahr die Einladung
der Forst Brandenburg, BT Müllrose, so sie denn kommt, wahr nehmen werden.

Ein weiterer Höhepunkt unseres Vereinslebens wirft schon seine Schatten voraus:
der ,,Tag des offenen Denkmals‘‘ am 12. September 2010.
Einige Utensilien wurden gleich zur ,,Ragower Mühle‘‘ gebracht,
wo unser nächster Meiler entstehen wird.

Alle die Interesse an der Köhlerei haben und sehen wollen,
wie alte Traditionen weiter geführt und gepflegt werden,
sollten sich diesen Termin vormerken.

Gut Brand

 

Fotos: E. Kemmel

R. Raschke

H. Frömming